Die italienische Version des Boeuf Bourguignon ist doppelt so schnell zubereitet und braucht weniger Garzeit

Sie lieben herzhafte Schmorgerichte, aber drei Stunden am Herd stehen passt einfach nicht in Ihren Alltag? Dann wird Sie diese italienische Variante des Boeuf Bourguignon überraschen. Sie ist genauso köstlich, braucht aber nur halb so viel Zeit!

Ein Klassiker auf Italienisch: Was ist Spezzatino?

In Frankreich kennt man ihn als Boeuf Bourguignon, in Italien heißt er Spezzatino – ein traditionelles Rindfleischragout, das mit wenigen Zutaten auskommt, aber viel Geschmack liefert. Und das Beste daran? Während das französische Original gut vier bis fünf Stunden köchelt, ist das italienische Pendant in nur zwei Stunden fertig.

Warum geht’s so viel schneller? Ganz einfach: Die Sauce beim Spezzatino besteht aus weniger Rotwein und mehr kräftigem Rinderfond. Dadurch wird sie weniger sauer, dicker – und braucht viel kürzere Garzeit.

Welche Zutaten brauchen Sie?

Das italienische Spezzatino kombiniert zartes Rindfleisch mit rustikalem Gemüse. Die Aromen erinnern an ein Sonntagsessen bei der Nonna. Für 4 Personen benötigen Sie:

  • 800 g Rindfleisch (z. B. Schulter, Wade oder Bug)
  • 4 Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Glas Rotwein (ca. 150 ml)
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2–3 Lorbeerblätter, etwas Rosmarin
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • 1 EL Mehl zum Bestäuben

So einfach gelingt das Spezzatino

Keine komplizierten Schritte, keine ausgefallenen Kochtechniken. Nur ein wenig Zeit und gute Zutaten – mehr braucht es nicht.

1. Das Fleisch anbraten

Schneiden Sie das Fleisch in grobe Stücke, bestäuben Sie sie leicht mit Mehl und braten Sie sie in heißem Olivenöl scharf an. Sobald sie rundum gebräunt sind, nehmen Sie sie heraus und stellen sie beiseite.

2. Das Gemüse vorbereiten

In dem gleichen Topf dünsten Sie die fein gehackte Zwiebel, Sellerie und die Karotten an. Geben Sie dann das Tomatenmark, den gehackten Knoblauch sowie das angebratene Fleisch hinzu.

3. Schmorzeit

Gießen Sie den Rotwein dazu, lassen Sie ihn kurz aufkochen, und fügen Sie die Brühe sowie die Kräuter (Lorbeer, Rosmarin) bei. Lassen Sie das Ganze 90 Minuten bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel köcheln.

4. Kartoffeln hinzufügen

Jetzt kommen die grob gewürfelten Kartoffeln hinein. Dann nochmal 30 Minuten weich schmoren – fertig ist Ihr Spezzatino!

Einfach, herzhaft und so richtig gemütlich

Das Ergebnis? Butterweiches Rindfleisch, kräftige Sauce, Gemüse mit Biss. Und vor allem: ein warmes Gefühl auf dem Teller. Sie müssen keinen Reis oder Nudeln dazu kochen – die Kartoffeln machen wunderbar satt.

Perfekt für einen faulen Sonntag, an dem Sie trotzdem etwas Besonderes essen wollen. Und glauben Sie uns: Ein tiefgefrorenes Fertiggericht kann da einfach nicht mithalten.

Unser Tipp: Heute vorbereiten, morgen genießen

Wie bei jedem guten Schmorgericht gilt: Am nächsten Tag schmeckt es noch besser. Wenn Sie also etwas Zeit haben, kochen Sie das Spezzatino schon am Samstag vor. Am Sonntagabend dann nur noch aufwärmen, vielleicht ein Glas Wein dazu – und genießen.

Fazit: Weniger Aufwand, genauso viel Geschmack

Obwohl Italien und Frankreich viele Ähnlichkeiten in der Küche teilen, überrascht das Spezzatino mit seiner einfachen Zubereitung und kurzen Garzeit. Keine Kompromisse beim Geschmack, aber deutlich mehr Entspannung für Sie.

Probieren Sie dieses Wohlfühlgericht beim nächsten Wochenende aus – es könnte schon bald zu Ihrem neuen Lieblingsgericht werden.

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